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Google Possum und die lokale Suche

Im Laufe der Jahre veröffentliche Google verschiedene Updates des Such-Algorithmus und gab diesen mitunter seltsame (zumeist tierische) Namen. Possum (dt. „Opossum“) klingt ebenfalls nach Zoobesuch, stellt aber eine wichtige Ausnahme dar: Im Gegensatz zu anderen Finetuning-Maßnahmen bestätigte der Suchmaschinenbetreiber diese Aktualisierung nie offiziell. Und doch muss im September 2016 etwas passiert sein, dass die lokale Suche maßgeblich umkrempelte.

 

Was ist die lokale Suche?

Sie möchten wissen, wo sich der nächste Supermarkt befindet? Sie suchen nach einem Frisör in unmittelbarer Nähe oder wollen richtig gut essen gehen? Hier kommt die lokale Suche, in weiterer Folge „Local Search“ genannt, zum Einsatz. Entsprechende Suchergebnisse werden in der Google-Suche und auf Google Maps durch Symbole und Kurzbeschreibungen angezeigt. Sie enthalten unter anderem Informationen über Adresse (und, bei entsprechenden Einstellungen, die Entfernung zu Ihrem aktuellen Standort), Öffnungszeiten und Bewertungen. Auf diese Weise sehen Sie binnen Sekunden die attraktivsten Tipps in unmittelbarer Nähe. Jedes Unternehmen möchte natürlich über die Local Search zu finden sein, weswegen ein standortbestätigter Google My Business-Eintrag das A und O für lokalen Erfolg ist. Um an die Spitze der Suchergebnisse zu kommen, braucht es aber ein wenig mehr Knowhow und Fingerspitzengefühl.

 

So veränderte Possum die Local Search

Weit über 60 % sollen von Possum betroffen gewesen sein, hieß es in Einschätzungen aus dem vergangenen Jahr. Wie aber veränderte das Algorithmus-Update die Local Search tatsächlich? Folgende Faktoren lassen sich herauslesen:

  • Adressfilter: Manche Unternehmen teilen sich einen Standort, beispielsweise vier Anwaltskanzleien unter einem Dach. Possum verwendet allerdings die Adresse als zusätzliches Filter-Kriterium. So werden unter Umständen nur mehr ein bis zwei Unternehmen pro Anschrift und Kategorie angezeigt. Der My Business-Eintrag der anderen Firmen ist allerdings nicht verschwunden, sondern wird nur bei genauerer Local-Eingrenzung bzw. bei Heranzoomen angezeigt.
  • Grenzen verschwimmen: Lag ein Unternehmen knapp außerhalb der gesuchten Stadt- oder Bezirksgrenzen, wurde es nicht in der Local Search angezeigt. Possum weicht diese „harten“ Grenzen für etwas globalere, allerdings nicht zu weit gefasste Ergebnisse auf.
  • Standort: Ist die Standortabfrage aktiviert, zeigt die Local Search im Bestfall den ungefähren Abstand zu den jeweiligen Suchergebnissen. Experten glauben, dass Possum nahegelegenere Unternehmen etwas bevorzugt.
  • Lokal oder organisch: In wie weit Possum und somit die Local Search als unabhängiger Such-Algorithmus durchgehen, gilt als Streitthema. Aktuell glauben Experten, dass organische Suchergebnisse einen starken Einfluss auf die Local Search haben. Allerdings gibt es manche Unternehmen, die lokal gut platziert sind, organisch allerdings unter ferner liefen laufen. Eine endgültige Erklärung für dieses Phänomen bleibt bis heute aus.
Local-SEO-Maßnahmen nach Possum

Falls Sie glauben, von Possum betroffen zu sein, oder Ihre Position in der Local Search generell verbessern möchten, dann könnten folgende drei Tipps weiterhelfen:

  • Relevanz ist Trumpf. Es ist an Ihnen Google davon zu überzeugen, dass Ihr Unternehmen in der Local Search auftauchen soll (gerade wenn es mehrere Unternehmen an Ihrem Standort gibt). Entsprechende Maßnahmen (Content, Linkbuilding, Linkqualität, Domain-Authority, Google-Bewertungen) wollen sorgenfältig umgesetzt werden. Lassen Sie sich am besten von jenem Konkurrenten inspirieren, der an Ihrer Stelle in der Local Search platziert ist.
  • Befinden sich verschiedene Unternehmen der gleichen Kategorie an ein und derselben Adresse, werden nur ein bis zwei davon in den Suchergebnissen angezeigt. Fortgeschrittene My Business-User experimentieren mit der Kategorie und finden vielleicht eine passendere, konkurrenzlose Alternative. Beachten Sie allerdings, dass Ranking und Traffic stark fluktuieren können, und dass die gewählte Kategorie zu Ihrem Unternehmen passen soll. Die Guidelines unter support.google.com helfen weiter.
  • Beziehen Sie die Erkenntnisse von RankBrain ein und orientieren Sie sich an stets neuen Suchanfragen. Vielleicht gibt es einen umgangssprachlichen Namen für Ihr Unternehmen, Ihre Branche oder Ihren Standort (die Sprachsuche kann zum entscheidenden Faktor werden). Möglicherweise lässt sich Ihre Firma mit einem Trendprodukt verbinden. Implementieren Sie entsprechende Erkenntnisse umgehend durch Local-SEO-Maßnahmen ein und achten Sie dabei gleichermaßen auf Präzision und User Satisfaction. Wer mit irreführenden, unpassenden Keywords arbeitet, wird vom Nutzer abgestraft und büßt sein heißerkämpftes Ranking angesichts Irreführung ebenso schnell wieder ein.

Think global, act local – ein alter Sinnspruch aus der Betriebswirtschaftslehre, der für die lokalen Suchergebnisse ebenso gilt. Durch den zunehmenden Einfluss der Sprachsuche im Mobilzeitalter wächst die Rolle der Local Search immer weiter. Je früher Sie sich auf örtliche Gegebenheiten und Herausforderungen einstellen, desto besser für Ihr Unternehmen.

 

Quelle: searchengineland.com

 

Autor: Walter Kraus

 

Copyright Foto: Bigstock.com/amin268


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