Neue Meta-Tag-Attribute für Snippet-Anzeige

„Ganz und gar nicht“, das war bis vor wenigen Wochen die Google-Devise für die Anzeige von Website-Inhalten in den Ergebnis-Snippets seiner Suchmaschine. Durch das Attribut „nosnippet“ konnte die Nutzung entsprechender Inhalte verhindert werden. Das war – wie die Snippets an sich – nicht ganz unumstritten. Seit Ende Oktober stehen nun einige neue Meta-Tag-Attribute zur Verfügung.

Das ist neu!

Ab sofort können folgende Attribute in den Robots-Meta-Tag im HTTP-Header oder HTML-Head eingebaut werden:

  • max-snippet:[number] legt die maximale Zeichenlänge für den in der Snippet-Anzeige erlaubten Text fest. Auf diese Weise kann, so Google, die Nutzung von Featured Snippets vermieden werden, ohne jedoch die Anzeige der Suchleisten-Snippets zu beeinflussen. Ein fester Zeichenwert für das gewünschte Ergebnis wurde allerdings nicht mitgeliefert, und somit darf fleißig ausprobiert werden.
  • max-image-preview:[setting] gibt die ausgelieferte Qualität von Bildinhalten im Snippet an bzw. verhindert die Bild-Einbindung komplett. „standard“ oder „large“ legen die Bildgröße fest. Auf diese Weise sollen bildlastige Angebote trotz Snippet-Anzeige leichter auf die eigene Website locken können.
  • max-video-preview:[number] beschränkt die Anzeigedauer der Videovorschau auf eine festgelegte Sekundenzahl. Auf diese Weise wird ein Vorgeschmack ausgeliefert, ohne das gesamte, potenziell umsatzrelevante Video bereits im Snippet zu verschwenden.

Deswegen sind Snippets umstritten

Bis dato galt es als höchstes Gut, ein sogenanntes Null-Ranking durch ein Featured Snippet zu erzielen, und das ist alles andere als einfach. Tatsächlich gelten solche und andere Ergebnisschnipsel aber längst nicht mehr als das SEO-Nonplusultra. So kann in manchen Fällen genau der gegenteilige Effekt eintreten: Anstatt mehr User durch die Nullanzeige auf die eigene Website zu führen, deckt das Snippet bereits alle wichtigen Informationen ab und steht Klicks im Weg. Wer will schon auf einen zusätzlichen Link klicken, wenn Google bereits alle relevanten Informationen anzeigt?

Somit ist es gar nicht so einfach, die perfekte Herangehensweise für die Verwendung von und Anzeige in Snippets zu finden. Webmaster dürften hier ein neues Feld für Experimente und Tests gefunden haben. Sorgsame, unter Umständen längerfristige Auseinandersetzung mit den neuen Attributen lohnt sich.

Quelle: t3n.de

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