Webhosting als wichtiger technischer SEO-Faktor

Webhosting als wichtiger technischer SEO-Faktor

Ansprechende Texte, sauberer Keyword-Einsatz, korrekt umgesetzte Schema-Markups, umfassende Kundenbetreuung auf der eigenen Website und darüber hinaus, dazu die passenden Verlinkungen nach innen und von außen – es gibt viele Dinge, die auf SEO-Ebene zusammenspielen müssen, um tatsächlich gefunden zu werden. Auf technischer Seite wird jedoch ein Bereich gerne übersehen: Webhosting. Obwohl es Webspace längst zu mehr als günstigen Preisen gibt, kann eine schwache Server- und Hosting-Infrastruktur schwierwiegende Probleme verursachen. Entsprechend gilt: Augen auf bei der Hoster-Wahl.

Server-Reaktionszeiten

Die Core Web Vitals von Google messen Ladezeiten, Antwortzeiten und Verzögerungen im Seitenaufbau, noch bevor eine Seite vollständig aufgerufen wird. Schwache serverseitige Reaktionen führen zu Wartezeiten, die nicht nur User stören, sondern als negativer Ranking-Faktor wahrgenommen werden können – bevor der eigentliche Content analysiert wird. Reaktionszeiten unter 200 Millisekunden sind optimal, unter anderem durch HTTP/3-Support und entsprechend schnelle Lagerungsmöglichkeiten erzielt.

CDNs überwinden Distanz

Selbst in global vernetzten Zeiten kann die Distanz zwischen Server und User zum Problem werden. Je weiter der Server entfernt ist, desto langsamer erfolgt der Erstkontakt. Zwischen amerikanischer West- und Ostküste sind das beispielsweise etwa 70 Millisekunden – eigentlich nicht viel, kann aber bei anderen infrastrukturellen Problemen unter Umständen entscheidend wirken. Hier hilft es, einerseits Anbieter in der Nähe des Zielpublikums zu wählen, und andererseits auf Hoster mit Content Delivery Networks (CDNs) zu setzen, die Inhalte automatisch an Server in User-Reichweite zustellen.

Uptimes und Timeouts

All das hilft natürlich nur wenig, wenn die Seite zeitweise langsam bis gar nicht erreichbar ist. Wiederholt auftretende Timeouts veranlassen Crawlbots dazu, seltener auf eine Seite zuzugreifen, um keine Ressourcen zu verschwenden. Passieren solche Ausfälle während den Hauptzugriffszeiten, ist Feuer am Dach. Deswegen sollten Anbieter gewählt werden, die transparent und nachvollziehbar mit Timeouts umgehen und Wartungsarbeiten stets auf opportune, sichere und nutzerfreundliche Zeiten legen.

Sicherheits- und Kommunikationsprotokolle

Was passiert im Falle von Hacks und/oder DDOS-Attacken? Schadhafte Angriffe passieren leider häufiger, ihre Intensität nimmt zu. Gute Webhoster arbeiten mit Sicherheitsstandards, die Attacken ohne Downtimes abwehren können und Bot-Traffic minimieren. Regelmäßig aktualisierte Server-Software deckt etwaige Schwachstellen ab. Gewisse Kommunikationsprotokolle sollten ebenfalls Standard sein – von HTTPS bis HTTP/3, die jeweils hinsichtlich Datenschutz und Core Web Vitals unerlässlich sind.

Skalierbarkeit bei großer Traffic-Zunahme

Es sind aber nicht nur Bots und DDOS-Attacken, die für plötzliche Traffic-Sprünge sorgen. Wenn Content unerwartet viral geht, Kampagnen steil gehen oder man in anderen (Nachrichten-)Publikationen auftaucht, kann das zu vermehrten Zugriffen führen. Wenn ein Hoster damit nicht umgehen kann oder der aktuelle Hostplan dafür nicht geeignet ist, geht plötzlich gar nichts mehr. Einfache Skalierbarkeit passt sich automatisch an Spikes an, ohne zu technischen Problemen zu führen. Flexible Hoster ermöglichen einfache Upgrades, reagieren spontan und sind daher immer die beste Wahl.

Bewertungen und Spezifikationen genau lesen

Das günstigste Angebot ist nicht immer das beste – das gilt auch im Hosting-Bereich. Vor dem Vertragsabschluss sollten die technischen Spezifikationen sowie Infos zu Hostingplänen, Upgrades, Sicherheit, Kommunikation, Flexibilität und technischer Infrastruktur genauestens unter die Lupe genommen werden. Falls solche Angaben nicht oder nur sehr ungenau gemacht werden, dann sollte man eventuell anderswo suchen. Bewertungen sind immer hilfreich. Ein Blick auf Kundenrezensionen bei Google, auf Social Media und einschlägigen Portalen gewährt zudem Einblick in das Support-Verhalten im Fall des Falles.

Die technische Infrastruktur des Webhosts legt den Grundstein für den SEO-Erfolg und fällt im besten Fall nie negativ auf. Mit dem richtigen Fundament können Website und Content so richtig gedeihen. Vertrauen ist gut, genaue Vergleiche und Informationseinholung vorab sind besser.

 

Quelle: www.searchenginejournal.com

Copyright-Foto: unsplash.com/growtika

Google verpasst seinem Suchfeld ein Upgrade

Nächstes Posting