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Content für SEO: Qualität oder Quantität?

Es ist ein altes Leid und eine noch ältere Streitfrage, das Thema der idealen Textlänge. In SEO-Kreisen ist Qualität oder Quantität heiß debattiert. Ist Content besser, wenn er möglichst ausführlich berichtet und die Wortzahl in geradezu astronomische Höhen schraubt, oder sind viele kurze Beiträge zu ein und demselben Thema besser? Die Wahrheit liegt, wie so oft, dazwischen, wie Martin Splitt von Google in einem Video der Google Webmasters klarstellte.

Wie mit altem Content umzugehen ist

Was passiert mit wiederkehrenden Inhalten, die Jahr für Jahr in den Content-Listen auftauchen? Das können beispielsweise Rückblicke auf ein abgelaufenes Jahr sowie Vorschauen auf das nächste Jahr (z. B. „Die heißesten SEO-Trends 202x“) sein. Splitt rät zur Aktualisierung alter Inhalte, anstatt komplett neue Artikel zu schaffen. Wenn bereits eine Basis vorhanden ist, warum soll man diese nicht auch nützen? Zudem ist davon auszugehen, dass kaum nach Zukunftsvisionen mittlerweile vergangener Jahre gesucht wird. Des Weiteren könnte Google solche durchaus ähnlich aufgebauten, in Teilen vielleicht sogar gleichlautende Inhalte als Duplicate Content werten und nicht für die Suche berücksichtigen.

Sollen Themen umfassend ausgeschlachtet werden?

Inhalte zu produzieren, nur um etwas produziert zu haben, ist sinnbefreit. Für Splitt bringt es nichts, spezifische Themen extensiv auszuschlachten durch eine Serie unterschiedlicher, womöglich kurzer Texte. Das bringt keinen Ranking-Boost und kann bei gewissen Parallelen zwischen solchen Inhalten abermals zu Nichtberücksichtigung bei Google führen. Zugleich können sich sogar negative Ranking-Auswirkungen zeigen. Während unterdurchschnittlich performende Artikel für sich kein dramatisches Problem darstellen, kann eine Häufung solcher Ranking-Stinker zu einem Verlust der Vertrauenswürdigkeit und somit zu einem graduellen Abrutschen führen. Das trifft übrigens nicht auf Nachrichtenseiten zu – solche Publisher sollen weiterhin fleißig und gehäuft produzieren, da dies schlicht und ergreifend Teil der Branche ist.

Die richtige Textlänge finden

Das liest sich alles schön und gut, aber wie lang ist nun wirklich zu lang, und wie kurz ist zu kurz? Eine pauschale Aussage lässt sich darüber nicht treffen. Defacto wertet Google zu viele überaus kurze Beiträge als „Light Content“, der wiederum Ranking-Einbußen mit sich bringen kann. Splitt rät daher zu großen Übersichtsartikeln, sofern dies inhaltlich sinnvoll ist. Deswegen muss jedoch nicht jeder Text zu XXL-Content aufgeblasen werden – lesenswerte Inhalte, die umfassend informieren und etwaige Fragen beantworten, sind das Ziel. Meist reicht es prägnant zu schreiben. Können mehrere tausend Wörter umfassende Artikel auf 500 bis 600 Wörter kondensiert werden, ohne dabei qualitative Einbußen zu erleiden, hat man alles richtig gemacht.

Quelle: t3n.de

Copyright Foto: pixabay.com/StartupStockPhotos

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