Gezielte Optimierung für Ask Maps von Google
Googles Wandel von einer klassischen Suchmaschine zu einer Art Plattform für Empfehlungen zieht sich seit dem verstärkten KI-Fokus durch verschiedene Bereiche. Auch Google Maps befindet sich aktuell – zumindest international – in einem solchen Wandel. Mit Ask Maps lassen sich Fragen zu einem Ort stellen. Aus den daraus gewonnenen Informationen werden anschließend persönliche Empfehlungen generiert. Wer nun lokal gefunden werden möchte, muss von Google „bestmöglich“ verstanden werden. Während aktuell noch kein konkretes Launchdatum für Österreich feststellt, sollte schon jetzt gezielt auf diesen neuen Modus hingearbeitet werden.
Weniger ist viel mehr
Bislang wurden bestimmte Orte – von Restaurants und Cafés über Geschäfte und Handwerksbetriebe bis hin zu Dienstleistern – vornehmlich nach lokaler Relevanz in einer längeren Ergebnisliste angezeigt. Genau das soll mit Ask Maps nun der Vergangenheit angehören. Die neue Funktion kombiniert verschiedene Anforderungen an einen Ort, die exakt zur aktuellen Suchanfrage passen, und liefert deutlich weniger Ergebnisse, die dafür präziser ausfallen sollen. Google trifft die Vorauswahl und beschleunigt so den eigenen Entscheidungsprozess der Nutzer. Dafür werden folgende Quellen herangezogen:
das eigene Profil bei Google Business
die eigene Website
die eigene Präsenz auf diversen externen (Buchungs-)Plattformen
Entsprechend wichtig sind vollständige, genaue und stets aktuelle Informationen. Wer seine Angaben, Beschreibungen und Attribute nicht regelmäßig pflegt, läuft Gefahr, seltener oder gar nicht aufgelistet und somit empfohlen zu werden.
Google-Business-Profil aktualisieren und optimieren
Die direkte Verbindung zu Google Maps bzw. Ask Maps macht das Business-Profil zum ersten Anlaufpunkt für weitere Informationen. Aktuelle, vollständige und möglichst detaillierte Informationen geben Google mehr Möglichkeiten, direkte Verbindungen zu verschiedenen, womöglich sehr spezifischen Suchanfragen herzustellen. Das wiederum erhöht die Chancen, mit dem eigenen Unternehmen tatsächlich „angezeigt“ zu werden.
Im ersten Schritt sollte das komplette Profil systematisch geprüft und überarbeitet werden. Das kostet natürlich Zeit, lohnt sich aber auf lange Sicht. Jedes relevante Detail sollte ergänzt beziehungsweise als nicht zutreffend gekennzeichnet werden, begleitet von genauen Infos zu besonderen, vielleicht sogar einzigartigen Dienstleistungen in der Beschreibung. Auch bei den Öffnungszeiten braucht es Genauigkeit. Bei Geschäften können Laden- und Servicezeiten voneinander abweichen, bei Restaurants sind die Küchenzeiten in der Regel kürzer als die Öffnungszeiten. All das sollte angegeben und regelmäßig aktualisiert werden. Durch interessante Beiträge zu Angeboten, Veranstaltungen und anderen Besonderheiten ergänzt, ergibt sich ein rundes, informatives und präzises Unternehmensprofil, das auch bei spezifischeren Suchanfragen „funktioniert“.
Bewertungen
Reviews schaffen mehr Sichtbarkeit und vereinfachen Entscheidungen zwischen mehreren Anbietern im gleichen Einzugsgebiet. Nicht umsonst bitten Unternehmen ihre Kunden und Gäste um Bewertungen. Tatsächlich werden diese gemäß ersten Ask-Maps-Analysen in den USA auch zur genaueren Auswahl verwendet. Je detaillierter eine Review ist und je mehr Informationen sie enthält, desto mehr „Signale“ gibt sie an die Empfehlungsfunktion. Bewertungen sind also wertvoll; richtig hilfreich sind detaillierte und korrekte Angaben in den Reviews entsprechend noch besser und sollten nach Möglichkeit forciert werden.
Websites für komplexe Entscheidungsprozesse
Je spezifischer eine Suchanfrage wird, desto mehr Informationen werden für genauere Empfehlungen benötigt. An dieser Stelle kommen Unternehmenswebsites ins Spiel. Sie schaffen Kontext, beantworten offene Fragen und liefern weitere Details. Im Idealfall werden nicht nur die exakten Leistungen erklärt, sondern ein umfassendes Informationsumfeld aufgebaut, das auf Probleme eingeht, Lösungsansätze aufzeigt und mögliche Ergebnisse auflistet.
Bei einer defekten Klimaanlage kann beispielsweise erläutert werden, welche Probleme häufig auftreten, wann sich eine Reparatur lohnt, wann ein neues Gerät angeschafft werden soll und wie man zu dieser Entscheidung gelangt, nur um anschließend auf die eigenen Leistungen und Angebote einzugehen. Solch umfangreicher Funnel-Content ist freilich nicht für jede Anfrage und jede Dienstleistung notwendig. Hier gilt es, sinnvolle inhaltliche Tiefe zu schaffen und Thin Content zu vermeiden, denn dünne Inhalte ohne Informationsgehalt sind und bleiben ein negatives Ranking- und Empfehlungssignal.
Einbindung von Drittanbietern
Ob Buchungsplattformen für Hotels, Unternehmenseinträge in Branchenverzeichnissen, externe Bewertungen und Berichte oder Social-Media-Profile: Je mehr Informationen für eine Empfehlung benötigt werden, desto weiter spannt Ask Maps sein Netz auf. Entsprechend sollen die eigenen Informationen auf sämtlichen Portalen stets aktuell und möglichst genau gehalten werden. Aktiv betreute Social-Media-Profile, präzise Unternehmensbeschreibungen und Review-Management sind wichtige Vertrauenssignale. Dabei gilt zu beachten:
Das eigene Angebot soll klar und deutlich erklärt werden.
Unerwartete Zusatzkosten oder nicht angekündigte Zusatzleistungen sind zu vermeiden – Transparenz ist wichtig.
Erfahrung in bestimmten Bereichen bzw. mit bestimmten Dienstleistungen wird dargestellt und belegt.
Einheitliches Auftreten auf allen Plattformen und auf der eigenen Website ohne widersprüchliche Informationen sorgt für Klarheit.
Authentische Kundenbewertungen belegen all diese Faktoren. Dieses Vertrauen entsteht durch Signale von Drittanbietern ebenso wie durch die eigene Website und das Business-Profil samt dazugehörigen Reviews.
Während Keywords und Prompts wichtig sind und bleiben, untermauert Ask Maps den zunehmenden Fokus auf evidenzbasierte Inhalte. Gute Unternehmen erklären Google und potenziellen Interessenten, warum sie die beste Anlaufstelle für die Lösung eines bestimmten Problems oder für eine bestimmte Dienstleistung sind, geben exakte Informationen, stiften Vertrauen, verlassen sich auf echte Kundenstimmen und agieren als verlässliche Problemlöser. Ask Maps mag hierzulande (noch) nicht angekommen sein, doch jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sich einen entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten.
Quelle: searchengineland.com
Copyright-Foto: unsplash.com/ymoran