Generative-KI-Bereich in Google Search Console

Generative-KI-Bereich in Google Search Console

Die eigene Leistung in KI-Suchmaschinen bzw. LLMs lässt sich weiterhin nur schwer messen, in vielen Fällen lediglich erahnen. Ob Erwähnungen oder direkte Klicks erfolgen, lässt sich ebenfalls nur selten wirklich beantworten. Die Google Search Console soll nun Abhilfe schaffen und erweitert ihren Leistungsbericht um den Punkt „Generative KI“. Dieser aktuell im Rollout befindliche Bericht zeigt die Impressionen einer Domain in Googles KI-Funktionen an. Allerdings hat der Bericht einen Haken.

Was der KI-Bericht zeigt

Der neue Leistungsbericht widmet sich Impressionen in der Google-Suche – bei Anfragen mit KI-Übersicht bzw. im KI-Modus selbst – sowie in der generativen KI-Funktion von Google Discover. Sie werden nun gesondert angezeigt, bleiben aber Teil des Gesamtleistungsberichts. Die nach verschiedenen Zeiträumen filterbare Ansicht gliedert die Ergebnisse in vier Reiter:

  • Seiten (die angezeigte Ziel-URL)

  • Länder (das Ursprungsland der Suchanfrage)

  • Geräte (Unterteilung nach Mobil, Computer und Tablet)

  • Tage (genaue Aufschlüsselung der Impressionen nach Datum)

Durch verschiedene Filter kann der genaue Impressionsverlauf nach URL, Land und Gerät ausgewertet werden. Aktuell ist dieser Bericht noch nicht für alle Websites verfügbar, da er sich einerseits noch im Rollout befindet und andererseits nur für Websites angezeigt wird, die ausreichend viele Impressionen erzielen.

Was der KI-Bericht nicht verrät

Was wie ein solider Start klingt, ist letztlich genau das. Impressionen bedeuten im KI-Bericht nur, dass eine bestimmte URL in den entsprechenden Funktionen angezeigt wurde. Unklar bleibt jedoch:

  • ob eine Google-Suche mit KI-Übersicht oder der KI-Modus zur Impression führte

  • ob die URL auch tatsächlich geklickt oder nur in den KI-Ergebnissen angezeigt wurde

  • an welcher durchschnittlichen Position die URL angezeigt wurde

  • an welcher konkreten Stelle im KI-Ergebnis die URL angezeigt wurde

  • welcher Prompt zur Impression führte

  • welche exakte Click-Through-Rate bzw. Conversion-Rate entstand

Da es sich um einen reinen Google-Bericht handelt, fehlen natürlich die Leistungsdaten anderer KI-Dienste wie ChatGPT, Perplexity oder Claude. Während diese Informationen wohl auch weiterhin außen vor bleiben dürften, könnten einige andere der obengenannten Lücken in der nahen oder fernen Zukunft geschlossen werden.

Mögliche Erkenntnisse aus der neuen Search-Console-Funktion

Der aktuelle KI-Leistungsbericht erklärt also nur, welche URLs auf welchen Geräten, in welchen Ländern und an welchen Tagen angezeigt wurden. Das ist zwar aktuell nur eine sehr rudimentäre Funktion, kann aber durch die Kombination mit anderen Leistungsdaten durchaus interessante Aufschlüsse bieten. Durch den Vergleich der generativen Suchdaten mit der Gesamtperformance entstehen Anhaltspunkte für die weitere Content-Optimierung:

  • Hohe Sichtbarkeit in der KI-Suche und der organischen Suche ist natürlich das Best-Case-Szenario. Solche High-Performer sollten aktuell und qualitativ hochwertig gehalten werden. Sie liefern mögliche Erkenntnisse für neue Inhalte und Ansatzpunkte für den Ausbau verwandter Themengebiete.

  • Hohe Sichtbarkeit in der KI-Suche und niedrige Sichtbarkeit in der organischen Suche laden zu Nachforschungen ein. Gibt es strukturelle oder inhaltliche Merkmale, die zu einer häufigeren Anzeige in generativen Suchergebnissen führen? Hieraus lassen sich eventuell Anhaltspunkte für weitere KI-orientierte Inhalte ablesen.

  • Hohe Sichtbarkeit in der organischen Suche und niedrige Sichtbarkeit in der KI-Suche muss nicht automatisch ein Problem sein, da nicht jede Inhaltsart für KI-Antworten geeignet ist. Ein genauer Blick auf die Seite lohnt sich dennoch. Gibt es konkrete Faktoren, die eine Berücksichtigung in den KI-Antworten verhindern (z. B. keine direkte Beantwortung von Fragen, fehlende klare Informationen, technische Anzeigeprobleme durch Tabs oder JavaScript), dann sollten diese beseitigt werden.

  • Niedrige Sichtbarkeit in der KI-Suche und der organischen Suche deutet hingegen auf grundlegende Schwächen hin. Neben den zuvor erwähnten inhaltlichen und technischen Problemen können fehlende Vertrauenssignale, fehlende inhaltliche Relevanz und Tiefe sowie strukturelle und verlinkungsbezogene Schwächen sowohl Indexierung als auch generative Auswertung verhindern.

Der neue Bericht zur generativen KI in der Google Search Console mag aktuell noch sehr rudimentär gehalten sein, bietet aber schon jetzt interessante Ansatzpunkte für gewisse Performance-Aspekte. Durch den gezielten Vergleich bestimmter Leistungsdaten lassen sich Ansätze für weitere Content-Erstellung und -Optimierung ablesen. Der momentan noch etwas aufwendige Vergleich kann sich langfristig durch eine bessere Positionierung in den verschiedenen Suchbereichen lohnen.

 

Quelle: developers.google.com

Copyright-Foto: unsplash.com/mjessier

Gezielte Optimierung für Ask Maps von Google

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