Traffic-Maximierung durch Sucherfahrungsoptimierung

Traffic-Maximierung durch Sucherfahrungsoptimierung

Es war wohl noch nie schwerer, Klicks aus Suchmaschinenanfragen zu generieren. Während immer mehr Anbieter ihre Strategie zumindest um mehr oder minder gezielte KI-Maßnahmen erweitern, fehlen viel zu oft die richtigen Ideen, um User auf der Website zu halten. Hier setzt die Sucherfahrungsoptimierung („Search Experience Optimization“ oder „SXO“) an. Sie beschäftigt sich mit allem, was nach dem Klick passiert, und maximiert den eingehenden Traffic in Richtung Engagement und Conversion.

Was ist Search Experience Optimization eigentlich?

Die Sucherfahrungsoptimierung (SXO) verbindet klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) und die User Experience (UX; die Nutzererfahrung). Durch gezielte Maßnahmen sollen User länger auf der Seite gehalten werden, nachdem es zum erhofften Klick gekommen ist. Und zwar indem man Aufbau, Inhalt, Design & Co. deutlich nutzerfreundlicher gestaltet.

Worauf kommt es bei Search Experience Optimization an?

SEO und GEO, also die Optimierung für Suchmaschinen und KI-Tools bzw. LLMs, sind selbstverständlich der erste Schritt, um überhaupt aufzuscheinen und Klicks zu generieren. Die Sucherfahrungsoptimierung erarbeitet sich die Scrolls an sich. Folgende Faktoren spielen eine wichtige Rolle:

  • Der erste Eindruck: Wer auf einer Website landet und von dieser erst einmal erschlagen wird, scrollt wahrscheinlich nicht weiter. Komplett überladende, konfuse oder ungenaue Seiten motivieren zum Absprung. Klare Strukturen holen Besucher ab.

  • Above the fold: Abgeholt wird im zuerst sichtbaren Bereich („above the fold“). Dieser besteht im besten Fall aus einer klaren, zum Inhalt und zur Suchanfrage passenden Überschrift, einem oder mehreren CTAs („call to action“), der durch die Seite und zu weiteren Schritten führt, sowie diverse vertrauensstiftende Signale. Bewertungen, Auszeichnungen und USPs fallen positiv auf.

  • Scroll Maps: Verschiedene Programme bieten einen genaueren Blick auf das Nutzerverhalten. Sogenannte Scroll Maps zeigen, wie lange und wie weit Nutzer scrollen, und wann sie das Interesse verlieren. Heatmaps geben zudem Aufschluss darüber, welche Bereiche besonders häufig angesteuert, angesehen und geklickt werden. Noch genauer sind Session Recordings, die jedes noch so kleine Zögern, wiederholtes Scrolling und anderes ungewolltes Verhalten aufnehmen. Daraus ergeben sich weitere Erkenntnisse für gezielte Überarbeitungen.

Eine Änderung nach der anderen

Search Experience Optimization verlangt Geduld. Oft reichen bereits kleinere Änderungen, um die gewünschten Metriken deutlich verbessern. Deswegen sollte immer nur eine Veränderung nach der anderen getestet werden, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Zu den möglichen Ansätzen zählen:

  • Medienoptimierung: Großflächige Bilder und/oder Videos mit Auto-Play verschwenden gerade above the fold viel Platz und können die Ladezeit unnötig erhöhen. Weniger kann im Medienbereich deutlich mehr sein – aussagekräftige Grafiken und Videos sollen im weiteren Seitenverlauf aber keineswegs fehlen.

  • Button-Platzierung: Welche (CTA-)Buttons wo landen, kann für die weitere Seitennutzung below the fold sowie für Conversions einen großen Unterschied machen. Neben der klassischen Kontakt- oder Anfrage-Schaltfläche können Buttons zu weiteren wichtigen Features und Seitenbereichen das Engagement erhöhen.

  • Kontaktmöglichkeiten: Neben Buttons und Formularen bleiben Telefonnummern ein nicht zu verachtender Faktor im Kontakt- und Conversion-Bereich. Klickbare Nummern ersparen mühsames Abtippen und sorgen häufig für deutlich mehr Anrufe und Anfragen.

  • Überschriften: Aussagekräftige Überschriften sind nicht nur im SEO-Bereich wichtig. Sie werden mit Blick auf User und somit potenzielle Interessenten geschrieben, um diese für den weiteren Engagement-Weg abzuholen.

  • Mobiloptimierung: Eigentlich sollte dieser Punkt längst logisch sein, doch sind immer noch lange nicht alle Websites auf mobile Endgeräte ausgerichtet. Das richtet sich aber nicht nur an das Design und die Ladezeiten an sich: Alle Features müssen im Desktop- und Mobilbereich gleichermaßen einsehbar und nutzbar sein. Accordions sorgen häufig für Probleme. Können diese nicht richtig programmiert werden, sind sie zu entfernen. Ähnliches kann für Animationen gelten.

Während es immer schwerer wird, Nutzer auf die eigene Website zu holen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die User Experience zu verbessern und somit tatsächliche Besucher auf der Seite zu halten. Search Experience Optimization ist ein langwieriger Prozess, der zwar Geduld verlangt, dafür starke Resultate abwerfen kann. Wer seine Besucher an der Hand nehmen und gezielt informieren kann, verwandelt Interessenten viel wahrscheinlicher in Kunden.

 

Quelle: moz.com

Copyright Foto: pixabay.com/WOKANDAPIX

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