Ist die Wortanzahl für SEO wichtig?

Ist die Wortanzahl für SEO wichtig?

Quantität oder Qualität? Diese Frage stellt sich bei der Erstellung von SEO-Content laufend. Um die Rolle der Textlänge bzw. des Textumfangs ranken sich nach wie vor Mythen. Manche SEO-Tools empfehlen möglichst umfangreiche Texte, um bessere Platzierungen bei Google und Co. zu erzielen. Tatsächlich ist die Wortanzahl kein SEO-Rankingfaktor, will aber trotzdem nicht außer Acht gelassen werden. Aber wie viel Text ist wirklich genug? Das hängt von mehreren Faktoren ab.

Deswegen rankt ausführlicher Content meist besser

Google-Mitarbeiter John Mueller bestätigte bereits vor Jahren, dass die Wortanzahl kein SEO-Qualitätsfaktor sei. Genauer gesagt: Eine Site wahllos mit zusätzlichem Text zu versehen, um einen bestimmten Word Count zu erreichen, macht diese nicht besser. Die Google-Algorithmen achten stattdessen auf Relevanz, auf Einzigartigkeit sowie auf hohe Qualität. Dennoch empfiehlt manch ein Content- und Keyword-Tool mehr Wörter, um bessere Rankings zu erzielen. Häufig entspringen diese Vorschläge vergleichenden Konkurrenzanalysen. Tatsächlich kann längerer Content Googles Algorithmen helfen, den Inhalt zu verstehen. Auf diese Weise fällt es leichter, sich als Autorität auf einem Gebiet zu etablieren, und gleichzeitig die Ranking-Aussichten für Longtail-Begriffe zu verbessern.

Die optimale Textlänge finden

Tatsächlich gibt es keine Zauberformel für die optimale SEO-Wortanzahl. Die perfekte Textlänge hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Keyword-Strategie: Längerer Content erhöht die Chance, mit mehreren Suchbegriffen in den Top 10 zu landen. Umfassendere Texte ermöglichen eine ganzheitliche Beleuchtung des behandelten Themas von mehreren Seiten. Gerade Longtails mit geringerer Konkurrenz und höheren Conversion-Rates profitieren von Long-Form-Content. Falls entsprechende Keywords gefunden werden, sollte der Textumfang diesen den nötigen Raum gewähren.
  • Konkurrenzanalyse: Gutes Keywording verschafft einen Marktvorteil, man platziert sich im besten Fall vor den Mitbewerbern. Landen diese aktuell vor dem eigenen Content? Dann lohnt es sich vielleicht, einen Blick auf deren Textumfang zu werfen. Daraus lassen sich vielleicht Ansatzpunkte zum inhaltlichen Ausbau ablesen.
  • Suchintention: Das beste Keyword nutzt wenig, wenn der eigene Content nicht den User-Interessen entspricht. Die Suchintention (Search Intent) hinter dem Keyword zielt meist auf bestimmte Informationen ab und sollte vom eigenen Inhalt getroffen werden. Manche Suchbegriffe und Suchintentionen verlangen kurze und knackige Antworten – hier lohnt sich kompakter Content, der schnell auf den Punkt kommt. Wenn hingegen umfassende, detaillierte Informationen gewünscht werden, sollte auch dafür geschrieben werden.
  • Monitoring: Ein steter Blick auf die eigene Performance lohnt sich aus zahlreichen Gründen. Er kann unter anderem gewisse Trends ableiten, welche Art von Inhalten besser ranken und höhere Conversions erzielen. Gibt es eine optimale Wortanzahl? Sind kürzere Artikel schlechter platziert? Solche Erkenntnisse können bei der Content-Produktion Gold wert sein.

Weitere potenzielle Content-Rankingfaktoren

Die Wortanzahl darf gewiss nicht außer Acht gelassen werden, doch kann sie alleine die Rankings nicht beeinflussen. Hier spielen zahlreiche Faktoren mit. Bei der Content-Erstellung und -Optimierung will außerdem auf diese Punkte geachtet werden:

  • Strukturierung: Eine klare Textordnung stiftet nicht nur Übersicht und verbessert die User Experience, sie hilft dem Suchalgorithmus beim Textverständnis. Zudem können durch Zwischenüberschriften größere Textmengen gebrochen werden, was wiederum bei der gezielten Suche nach Informationen hilft. Es gibt mehrere Überschrift-Tags; diese wollen auch verwendet werden.
  • Informationsqualität: Heiße Luft? Belanglosigkeiten? Das bringt beim Textausbau rein gar nichts. Googles Suchalgorithmus sucht nach Autorität und Expertise. Was geschrieben wird, soll auch Hand und Fuß haben, korrekt sein, Duplicate Content vermeiden und auf entsprechende externe Datenquellen verlinken.
  • Visuelle Unterstützung: Nicht nur Überschriften können große Textblöcke effektiv aufbrechen, Bilder und Grafiken eignen sich ebenfalls für solche Zwecke. Im Idealfall illustrieren sie wichtige Punkte des behandelten Themas, z. B. als statistische Darstellung oder Infografik. Hochwertige, individuelle Bilder können zudem in der Google-Bildersuche ranken.

Es gibt also weder eine optimale SEO-Wortanzahl noch eine magische Formel, um die perfekte Textmenge zu ermitteln. Ein wenig Trial and Error gehört bei der Content-Produktion dazu. Wer die Keywords und das eigene Publikum versteht und sich zudem an diese Orientierungshilfen hält, verbessert die Erfolgsaussichten deutlich.

Quelle: www.searchenginejournal.com

Copyright-Foto: unsplash/Glenn Carstens-Peters

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