Wie lange dauert es bei SEO, bis etwas passiert?

Wie lange dauert es bei SEO, bis etwas passiert?

Suchmaschinenoptimierung ist längst zum A und O im Netz geworden. Wer sich platzieren und einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen will, kommt ohne SEO nicht aus. Doch dauert es ein wenig, bis die große Optimierung die erhofften Resultate abwirft. SEO ist leider keine Sache, die von heute auf morgen gewaltige Sprünge und revolutionäre Rankings abwirft. Geduld ist gewiss eine Tugend, aber wie lange dauert SEO eigentlich wirklich? Und warum kann es sich so ziehen?

Kommt Zeit, kommt SEO

Im Schnitt werfen organische Optimierungsmaßnahmen nach vier bis zwölf Monaten Ergebnisse ab, so die Einschätzung von Google, wobei sechs Monate als unterer Wert mit Sicherheit realistischer sind. Damit sei aber keinesfalls gesagt, dass bis dahin rein gar nichts passiert. Organische Änderungen brauchen im Normalfall länger, da die Suchalgorithmen für die Ermittlung qualitativ hochwertiger Websites besonders viel Zeit aufwenden. Bei neuen Websites können sich erste Ergebnisse hingegen bereits nach ein bis drei Monate einstellen. Dann sollten zumindest Rankings mit dem Unternehmens- bzw. Markennamen auftauchen. Als Faustregel gilt: Je größer die Konkurrenz bei einem Suchbegriff ist, desto länger dauert es im Normalfall.

Bestehende Websites, die bereits für Branded Keywords und relativ simple Longtails ranken, werden signifikante Änderungen bei frisch in Angriff genommenen Suchbegriffen hingegen erst nach mehreren Monaten, teils sogar nach einem Jahr oder mehr bemerken. Zwar gibt es die Möglichkeit, die Angelegenheit durch gezielte Re-Indexing-Requests zu beschleunigen, doch klappt das mit Sicherheit nicht immer. Manchmal gibt es sofortige, sichtbare Sprünge, dann dauert es doch wieder viele, viele Monate. Ob sich das ändert, falls IndexNow und vergleichbare Speed-Indexing-Tools bei Google Einzug finden, lässt sich aktuell nicht sagen.

Diese Faktoren können die SEO-Wartezeit beeinflussen

Hängt es also alleine am „Alter“ der Website sowie an der Konkurrenz für bestimmte Suchbegriffe? Nein, das ist tatsächlich nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisberges. Viele weitere Faktoren beeinflussen die Rankings und somit auch die Wartezeit, bis sich auf SEO-Ebene messbare Ergebnisse zeigen. Hier sind einige Beispiele:

  • Strategie: Für Web-Optimierungen werden meist mehrere strategische Ansätze herangezogen. Auswahl und Zusammensetzung können die Wartezeit entsprechend beeinflussen. So stellen sich Veränderungen bei technischen SEO-Maßnahmen zwar schnell ein, doch sind diese nur dann wirklich greifbar, wenn es der Website zuvor richtig schlecht ging. Content-Marketing und Linkbuilding können dafür großen Erfolg bringen, doch dauert es, bis sich dieser einstellt.
  • Budget: Je schneller Maßnahmen umgesetzt werden, desto schneller werfen diese Erfolg ab. Wer der finanziellen Mittel besitzt, um möglichst viel auf einmal zu erledigen, bekommt auch schneller Ergebnisse serviert. Natürlich kann man auch zunächst nur ein paar Maßnahmen versuchen oder, falls es z. B. Produkte mit saisonalem Schwerpunkt gibt, diese entsprechend vorziehen oder nachreichen. Wichtig ist, mit einer klaren Strategie und genauem Monitoring an den Start zu gehen.
  • Konkurrenz: Je beliebter und umkämpfter ein Keywords ist, desto länger dauert es, bis sich etwas tut. Die absoluten Top-Suchbegriffe verlangen viel Einsatz, Geld und Geduld. Hier muss man sogar mit zwei Jahren aufwärts rechnen.
  • Website-Geschichte: Schadhafte Blackhat-SEO-Taktiken in der Vergangenheit können den erhofften Ranking-Boost deutlich bremsen. Eine Website-Geschichte mit Keyword-Stuffing und/oder bezahltem Linkbuilding lässt die Wartezeit gewaltig in die Höhe schnellen. In besonders schweren Fällen kann es sogar besser sein, direkt auf Website-Migration zu setzen.
  • Backlinks: „Legales“ Linkbuilding ist hingegen ein wichtiger Ansatz, um sich nach und nach als Autorität auf einem Gebiet zu etablieren. Gute Backlinks stiften Vertrauen und können zu besseren Platzierungen führen. Die Einbeziehung der eigenen Social-Media-Profile hilft ebenfalls. Da es allerdings dauert, aktiv solche Links zu generieren, kann es sich ziehen, bis die Rankings entsprechend mitgehen.
  • Algorithmus-Änderungen: Google schraubt gerne am Suchalgorithmus. Die Gewichtung bestimmter Faktoren ändert sich, neue kommen hinzu, andere rücken in den Hintergrund. Hochwertiger Content und gutes technisches SEO sollten sich immer durchsetzen, und doch ist es wichtig, solche Verschiebungen und Variationen am Algorithmus im Auge zu behalten.

SEO bedeutet aber nicht nur, erste Erfolge zu erzielen, sondern diese zu bestätigen. Die Suchmaschinenoptimierung an sich ist keine Sache, die einmalig durchgeführt wird. Wer gute Rankings erzielen und behalten will, muss laufend und nachhaltig optimieren, die eigenen Platzierungen sowie jene der Mitbewerber im Auge behalten und darauf reagieren. Es lohnt sich.

Quelle: www.goinflow.com

Copyright Foto: ©pixabay.com/Nile

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