Effektive Tipps um die Bounce-Rate zu reduzieren

Effektive Tipps um die Bounce-Rate zu reduzieren

Ready to bounce? Die Absprungrate ist eine interessante Metrik, um die Usability der eigenen Website und die Content-Qualität zu messen. Wie sie ausgelegt wird, kann mitunter stark variieren. Landen User zum Beispiel auf Seiten, die ihr Bedürfnis nach Informationen sofort und gut abdecken, sodass gleich weitergeklickt (abgesprungen) wird, wäre die hohe Absprungrate ein gutes Signal. Kann der aufbereitete Inhalt jedoch nicht die gestellte Frage abdecken, sollten Schritte unternommen werden, die Bounce-Rate zu reduzieren. Heißt also: Zuerst will die Ursache der Absprungrate ermittelt werden, erst dann geht es an die Beseitigung des Problems, sofern es denn eines gibt. Hier sind einige Bereiche, die beleuchtet werden sollten.

Usability

Das sollte sich, zumindest theoretisch, von selbst verstehen: Kann eine Website nicht einwandfrei und vollständig genutzt werden, steigt die Absprungrate und wird zum negativen (Ranking-)Signal. Folgende Punkte sind abzuklären:

  • Ladezeit: Wie lang zu lang ist, hängt in der Regel von Ausrichtung und Zielgruppe ab. Auf die Ladedauer sollte dennoch geachtet werden – behäbiger Seitenaufbau kann User vergraulen.
  • Mobil-Optimierung: Die mobile Online-Nutzung hat inzwischen den klassischen Desktop-Use überholt. Mobil ist die Geduld bei schwacher Performance noch geringer, entsprechend sollten die technischen Optimierungsbemühungen ausfallen.
  • Design: Hochwertige, einzigartige Design-Ideen, die zugleich schnell laden und übersichtlich bleiben, verbinden Funktionalität mit Ästhetik. Diese Attraktivität kann zu weiterem Durchklicken führen und die Bounce-Rate reduzieren.
  • Navigation: Eine übersichtliche, leicht zu bedienende und sinnvoll aufgeteilte Seitenstruktur ermöglicht schnelleres Springen zu weiteren Content-Bereichen und kann die Verweildauer erhöhen.
  • Suchfunktion: Sollte ein gewünschter (weiterer) Inhalt nicht auf die Schnelle auffindbar sein, sorgen übersichtliche High-Performance-Suchen für rasche Vernetzung und beantworten vielleicht sogar weitere User-Fragen.
  • Popups & Werbung: Ablenkende Interstitials und Pop-ups, die weite Teile der Seite verbergen, sowie großflächige Werbeanzeigen, womöglich sogar mit automatisch abspielenden Videos (mit Ton!), nerven und hemmen die Usability.
  • 404: Die Suchanfrage führt ins Nirgendwo? Ein kaputter Link verläuft sich? Optimierte 404-Fehlerseiten verbinden Kreativität mit Usability. Witzige Designideen plus der Einbau einer Suchfunktion sowie hilfreicher weiterer Seiten verbessern die Verweildauer.

Content

Falls der Inhalt nicht oder nicht vollständig der Suchanfrage entspricht und es nicht an zu spezifischen Suchbegriffen liegt, dann werden möglicherweise Eingriffe auf Content-Ebene notwendig. Diese können sich folgendermaßen gestalten:

  • Formatierung: Gute Inhalte bringen nur wenig, wenn die Aufbereitung unübersichtlich ausfällt. Klar formatierte Überschriften, kürzere Absätze, Aufzählungen sowie Bilder und Videos lockern den Content auf.
  • Keywording: Die Suchbegriffe sollten zum Thema passen und umgekehrt, um den Search-Intent zu erfüllen. Plötzliches Abschweifen … oh, ein Häschen auf der Wiese!
  • Zielgruppe: Passend zu Keywords und Search-Intent will der Inhalt zur angesteuerten Zielgruppe passen. Ein Reiseblog dürfte wenig Interesse an wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Sinnhaftigkeit chemischer Spektralanalysen haben … und wecken.
  • Glaubwürdigkeit: Zertifizierungen? Positive Reviews? Links und Zitate von Autoritäten auf dem eigenen (Fach-)Gebiet / in der eigenen Branche? All das verbessert die Glaubwürdigkeit der eigenen Website und des publizierten Content, und will somit prominent platziert werden. Wer sich dadurch selbst als Autorität etabliert, kann sich zur zentralen Anlaufstelle für Fragen zu bestimmten Themen entwickeln.
  • Publishing: Regelmäßig veröffentlichter frischer Content sowie die Aktualisierung und Konsolidierung bestehender, veralteter Inhalte hält das Interesse hoch und sendet zugleich positive Ranking-Signale.
  • Verlinkungen: Der Aufbau einer sinnvollen internen Linkstruktur zu passenden weiterführenden Informationen sowie die regelmäßige Überprüfung auf und Entfernung von kaputten Links ist Pflicht. Wenn Verlinkungen – vor allem externe Links – automatisch in neuen Tabs geöffnet werden, kann sich die Bounce-Rate weiter reduzieren.
  • Call to Action: Die Handlungsaufforderung sollte schnell aufspürbar sein und zum Klicken animieren. Solche Conversions sind auch jenseits der Absprungrate Gold wert.

In vielen Fällen ist es also sinnvoll, die Bounce-Rate zu reduzieren. Der Einsatz von Analyse-Tools, darunter Google Analytics, hilft bei der Messung des User-Verhaltens auf der Website und bietet womöglich Lösungsansätze für die Zukunft. Wie die ideale Absprungrate aussieht und welche Maßnahmen zu setzen sind, bleibt eine höchst individuelle Angelegenheit, die strategisches Denken und mitunter professionelle Unterstützung erfordert.

Quelle: www.searchenginejournal.com

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