Wie sinnvoll sind HTML-Sitemaps?

Wie sinnvoll sind HTML-Sitemaps?

Sitemaps sollten Pflicht für Websites sein. Sie sind fixer Bestandteil technischer SEO-Bemühungen und erleichtern Suchmaschinen das Indexieren von Seiten. Diese Sitemaps liegen im XML-Format vor und sind somit ideal für Bots, um in den Suchergebnissen aufzuscheinen, kategorisiert und einfacher zugänglich gemacht zu werden. HTML-Sitemaps listen all das auf und können weitere Informationen zu den einzelnen Seiten und Themengebieten bieten, ja sogar nach individuellen Gesichtspunkten gruppiert werden. Und das kann – gerade für Endnutzer – sehr hilfreich sein.

XML oder HTML?

Generell sind XML-Sitemaps eigentlich ein Muss. Gerade Websites, die laufend wachsen (z. B. durch Blog -und Newsbereiche), helfen Crawling-Bots auf diese Weise, neue Inhalte schneller zu finden, ohne dabei unnötiges Crawling-Budget zu verbrauchen. Generell empfiehlt Google Sitemaps für Websites über 500 Unterseiten, doch beschwören Experten, dass sich die Generierung von Sitemaps für alle Seitengrößen eignen. Zudem können diese recht schnell und unkompliziert über die Google Search Console eingereicht werden.

HTML-Sitemaps sind hingegen dazu da, um die Websitestruktur auf schnelle, kompakte und nutzerfreundliche Weise zu präsentieren. Auf diese Weise können User auf einen Blick den grundlegenden Inhalt der Seite sehen. Hier bleibt natürlich etwas kreative Freiheit, beispielsweise die Gruppierung von Seiten nach Themengebieten und Kategorien, vielleicht sogar die Erstellung mehrerer Sub-Sitemaps für Übersicht bei sehr großen Seiten. Klicken User sehr oft auf HTML-Sitemaps, könnte das jedoch ein negatives Signal sein – es legt die Vermutung nahe, die eigentliche Menüstruktur könnte verwirrend bis unzureichend sein.

Was spricht für HTML-Sitemaps?

Wenn sie laut Google also sinnlos sind, warum sollte man sich die Mühe machen, eine eigene HTML-Sitemap zu erstellen? Neben der Präsentation für User kann sie gerade für weiterführende SEO-Maßnahmen hilfreiche Erkenntnisse liefern:

  • einfachere Kategorisierung der eigenen Inhalte für alle Suchmaschinen
  • Leitfaden für Nutzer zu interessanten / relevanten / verwandten Themen
  • Durch die Übersicht bisheriger Inhalte lassen sich womöglich Chancen für (bessere) interne Verlinkungen neuer und bestehender Inhalte erkennen.
  • Eine neue Unterseite ist angedacht? Anhand der Sitemap lässt sich im Zweifelsfall womöglich erkennen, wo diese am besten hineinpasst.
  • Zudem verrät die HTML-Übersicht unter Umständen sogar, welche Themengebiete aktuell noch neue Inhalte vertragen könnten, und liefern damit auf Umwegen Vorschläge für neuen Content.
  • Die entstandene Sitemap liest sich wie Kraut und Rüben? Das könnte Anhaltspunkte für eine Neuordnung der aktuellen Menüstruktur geben. Weiterleitungen nicht vergessen!

Wie man HTML-Sitemaps erstellt

Um HTML-Sitemaps zu erstellen, braucht man in der Regel keine großen Programmierkenntnisse. Sie können sogar über die Google Search Console eingereicht werden, wenngleich die XML-Version definitiv vorzuziehen wäre. Bei kleinen Seiten bietet es sich an, die Sitemap händisch zu basteln und stetig zu erweitern, als eigenen Menüpunkt bzw. als Unterseite auf der eigenen Website, an das bestehende Design angepasst. Je nach Content Management System (CMS) gibt es allerdings zahlreiche Plugins, welche die Erstellung automatisieren. Gerade WordPress verfügt über eine große Auswahl, doch auch Joomla und Drupal kennen mittlerweile eigene Erweiterungen, um Sitemaps automatisch zu generieren.

XML-Sitemaps sind längst zur Pflicht geworden. HTML-Sitemaps müssen zwar nicht sein, können aber positive Signale an Nutzer hinsichtlich Fokus auf Übersichtlichkeit und Usability senden. Zudem geben sie womöglich hilfreiche Anregungen für künftige SEO-Maßnahmen – eine Win-Win-Situation nach etwas (vertretbarem) Initialaufwand.

Quelle: de.semrush.com

Copyright-Foto: pixabay.com/kreatikar

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