SEO für neue Websites: Die richtige Strategie

SEO für neue Websites: Die richtige Strategie

Neue Websites sind viel Arbeit. Design, Menüstruktur, Usability, Programmierung … es gibt sehr, sehr viel zu tun. Deswegen wird der SEO-Bereich viel zu häufig nur stiefmütterlich behandelt, kommt erst nachträglich zum Einsatz und wird in bereits bestehende Seiten reingehämmert. Das kann selbstverständlich funktionieren, bringt jedoch zahlreiche, häufig komplett unnötige Herausforderungen mit sich. Deswegen ist es besser, SEO für neue Websites gleich von Anfang an mitzudenken und in alle visuellen und technischen Schritten einzubeziehen. Zwar ergibt das anfangs einen höheren Aufwand, doch profitiert der frische Auftritt auf lange, nachhaltige Sicht von entsprechenden Maßnahmen. Folgende Punkte wollen unbedingt in die neue SEO-Strategie einbezogen werden.

Technische Vorbereitung

SEO für neue Websites macht gerade auf technischer Ebene doppelt und dreifach Sinn. Bestimmte Faktoren, darunter Seitenaufbau und Load-Speeds, gelten längst als Ranking-Signale und können nachträglich schwerer, in besonderen Fällen sogar nur durch umfassende technische Eingriffe implementiert werden – wenn überhaupt. Auf strategischer Ebene wollen somit diese Bereiche mitgedacht werden:

  • Domain: SEO beginnt bereits bei der Domain-Registrierung. Der Domainname soll möglichst dem Firmen- und Markennamen entsprechen. Keywords haben in Domains jedoch ausgedient.
  • Hosting: Ein schneller, zuverlässiger Provider legt den Grundstein für schnelle Ladezeiten und guten Support im Fall des Falles.
  • URL-Struktur: Die jeweiligen URLs der Unterseiten wollen zum Inhalt passen. Während reguläre Content-Seiten (Hauptmenüpunkte und deren Untermenüpunkte) nach der Menüpunktbezeichnung benannt werden wollen, können News- und Blog-Postings durchaus längere URLs (dieser Beitrag verwendet beispielsweise seine H1-Überschrift als URL) verwenden. Keywords sind kein Muss.
  • Core Web Vitals: Stimmt die Ladegeschwindigkeit? Wie schnell ist die Ladezeit? Diese Faktoren wollen bei der Programmierung unbedingt beachtet und im Rahmen der Entwicklung laufend überprüft werden. Ähnliches gilt für die User Experience.
  • Barrierefreiheit: Eigentlich herrscht in Österreich Pflicht zur Barrierefreiheit, doch wird diese noch zu oft übersehen. Sie sollte bei der Entwicklung sowie bei allen weiteren (Content-)Schritten unbedingt einbezogen und von Dritten umfassend sowie regelmäßig getestet werden. In diesem Bereich finden sich beispielsweise Farbkontraste, Schriftgrößen sowie Alt-Texte für Bilder und Grafiken.

Content-Vorbereitung

Neben der Technik darf natürlich auch der passende Inhalt nicht fehlen, sollte gleich beim Launch vorhanden sein. Auch hier kommt SEO zum Einsatz, ist ein zentrales Planungselement:

  • Google Search Console: Für so ziemlich alle SEO-Fragen ist die Google Search Console ein Muss. Sie hilft bei technischen Belangen effektiv weiter, gewährt Einblicke in die Performance und liefert, wenn die Site online ist, Aufschluss über die Beliebtheit von Inhalten sowie die Suchanfragen, die dorthin geführt haben. Letzterer Punkte hilft beispielsweise später, wenn Content-Lücken geschlossen werden wollen.
  • Konkurrenzanalyse: Neben dem Setup der Search Console hilft ein Blick auf die Mitbewerber aus der gleichen Branche. Darauf lässt sich vielleicht ableiten, welche Themenbereiche beliebt sind, welche Art von Inhalten funktioniert, und welche Keywords Sinn machen. Solche Analysen können und sollen auch nach Online-Gang immer wieder durchgeführt werden, um mögliche weiße Flecken auf der eigenen SEO-Landkarte zu entdecken und zu beseitigen.
  • Keyword-Analyse: SEO ohne Keywords, das funktioniert einfach nicht. Wenn neue Inhalte für neue Websites erstellt werden, dann sollten die passenden Keywords von Anfang an eingebaut werden. Dabei geht es aber nicht nur um das WAS des Suchens (beliebte Suchbegriffe aus der eigenen Branche, die dem eigenen Angebot entsprechen). Unbedingt will die Suchintention, das WARUM, näher beleuchtet werden. So soll der Content stets zum Suchbegriff passen, um auch die Chancen auf Conversions aufrechtzuhalten.

Zum Launch und danach

Programmierung abgeschlossen, Design fertig, grundlegender Content eingebaut, Social-Media-Accounts und Google Search Console eingerichtet – der Countdown zum Launch des Online-Auftritts läuft. Freilich endet SEO für neue Websites hier aber noch nicht, denn zum Start und danach dreht sich das Rad weiter:

  • Content-Kalender: Mit dem Launch endet die Content-Planung keinesfalls. Nach der Indexierung, die in der Regel etwas dauern kann, ergeben sich womöglich Potenziale für neue Optimierungen. Zudem sollen News- und Blogbereiche regelmäßig gefüttert werden. Content-Kalender legen weitere Maßnahmen fest und koordinieren Termine, z. B. für Newsletter-Erstellungen oder für das Teilen von Social-Media-Inhalten auf diversen Portalen. Dabei will auf eine gewisse Regelmäßigkeit (z. B. nicht drei Beiträge auf einmal, dann drei Monate Pause) geachtet werden.
  • Promotion: SEO alleine zieht keine User an, der Content muss auch entsprechend beworben werden. Neben bezahlter Werbung über Google Ads können hier auch die bereits erwähnten sozialen Medien und Newsletter-Verteiler zum Einsatz kommen, oder auch Image-Clips und Video-Werbung über YouTube. Von Linkaustausch sollte jedoch abgesehen werden.

SEO will direkt in die Planung, Gestaltung und Programmierung neuer Websites eingeflochten werden. Wer von Anfang an am Ball ist, erspart sich nicht nur nachträgliche Mühen und große Hürden, sondern verschafft sich eine hervorragende Ausgangsposition, wenn die Website online ist. Doch auch nach Launch geht es stetig weiter. Von Content-Auffrischung über Design-Änderungen bis hin zu Snippet-Optimierungen gibt es immer mehr als genug zu tun. Es lohnt sich.

Quelle: moz.com

Copyright-Foto: pixabay.com/pixelcreatures

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